Kriegsgefangene

Im zweiten Weltkrieg fielen Millionen von Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft. Aber während Franzosen, Briten oder andere Westalliierte weitgehend entsprechend der Genfer Konvention behandelt wurden, erging es den ost- und südosteuropäischen Kriegsgefangenen schlecht. Nach der Methode Mord durch Arbeit, sollten sie sich zu Tode schuften. So starben bis Ende 1941 etwa die Hälfte der etwa 3,3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen an Hunger, an Erschöpfung oder sie wurden erschossen. Auch in Bitburg und Umgebung wurden Kriegsgefangene in der Landwirtschaft und zu Schanzarbeiten eingesetzt.

In Bitburg gab es in der Nähe des Krankenhauses an der Ecke Denkmalstraße-Albachstraße ein Lager mit sowjetischen Kriegsgefangenen, ein sogenanntes Seuchenlazarett. Sie kamen aus verschiedenen Lagern der Umgebung aus Trier, Pronsfeld, Niedersgegen u.a.m. 124 Russen starben in diesem Seuchenlazarett. Sie wurden in einem Massengrab auf dem jüdischen Friedhof verscharrt. Am 29. März 1950 wurden sie durch die französische Besatzungsverwaltung unter Aufsicht zweier sowjetischer Offiziere exhumiert.
Weiterhin kamen durch Unfälle, Krankheit oder alliierte Bombenangriffe 15 Franzosen, 6 Amerikaner, 5 Serben und ein Bulgare während der Gefangenschaft in Bitburg ums Leben.

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