Entstehung und Entwicklung der jüdischen Gemeinde Bitburg

Vor 1800 gab es keine jüdischen Mitbürger in Bitburg. Wann die ersten Juden in Bitburg sesshaft wurden, ist unbekannt.

Im Jahre 1824 wird erstmals eine jüdische Familie mit 5 Familienmitgliedern erwähnt. Es handelte sich dabei wahrscheinlich um den Handelsmann Kallmann Pelzer (* um1792), der aus Kordel stammte und der um 1820 mit seiner Frau Katharina Say und zwei Kindern aus Trier nach Bitburg kam. Dem Ehepaar wurde in Bitburg 1826 noch ein weiteres Kind, das Mädchen Henriette, geboren, nachweislich das erste jüdische Kind, das in Bitburg zur Welt kam.

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Bitburger Juden in den 1920er und 1930er Jahren

„We had a nice little community“ („wir hatten eine hübsche kleine Gemeinde“), erinnert sich Herbert Kallmann (1917-1999) in einem Brief aus dem Jahr 1993 an seine Jugend in Bitburg. [1] Die dortige Synagoge war einst der Mittelpunkt einer kleinen Landgemeinde, wie es sie damals zu Hunderten in Deutschland gab. Ihre besten Jahre hatte die jüdische Gemeinde vor dem Ersten Weltkrieg erlebt. Damals, 1906, bestand sie aus 72 Mitgliedern. Bis zum Jahr 1925 war deren Zahl auf 60 zurückgegangen.

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Pogromnacht 1938 – Deportation - Ermordung

Das Unfassbare“ - so hat man vor Jahren das bezeichnet, was sich im Naziregime zugetragen hat: Fast 6 Millionen Juden verloren ihr Leben. Auschwitz, Treblinka, Sobibor: Es sind Namen des Grauens, mit denen wir das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte verbinden.

In der unmittelbaren Nachkriegszeit hat man nicht oder kaum über „das Unfassbare“ gesprochen, in den Schulen wurden die Gräuel nicht erwähnt.

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Deportierte und ermordete Bitburger Juden

(teilweise vor der Deportation verzogen)

  • Silve Kallmann mit Ehefrau Sophie und Kindern Else und Kurt
  • Jakob Kallmann und Ehefrau Paula mit Sohn Ernst
  • Berta Meier geb. Strauss
  • Joseph und Renita Levy
  • Isidor Meier und Ehefrau Sophie
  • Elise Barth geb. Meyer
  • Max Kaufmann
  • Rosa Kaufmann geb Meyer
  • Leo Kaufmann
  • Adelheid Ehrlich-Levy
  • Jeanne Kahn
  • Irma Apfel (Appel)? und Tochter Uschi (?)
  • Jakob, Klara und Walter Juda

wahrscheinlich in Andernach als „unwertes Leben“ zu Tode gekommen : Sybilla Joseph

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Eine Marmorinschrift aus der Bitburger Synagoge

Eine marmorne Inschrift ist das einzige bekannte Relikt der Bitburger Synagoge. Dank eines aufmerksamen Besuchers konnte sie erstmals im Januar 2009 in einer Sonderausstellung des Kreismuseums Bitburg-Prüm zur Geschichte der Bitburger Synagoge vorgestellt werden. Wie der Überbringer berichtete, stammt sie aus dem Schutt des im Jahr 1952 abgebrochenen jüdischen Gotteshauses. Eine nähere Untersuchung des Textes bestätigt die Herkunft.

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